Finanzieller Erfolg

Was ist ein börsengehandelter Fond oder auch ETF („exchange traded fund“) genannt?

Viele Investoren fragen sich: “Was ist ein ETF?“

Außergewöhnlich ist, dass viele von ihnen bereits in diese spezielle Form eines Investmentfonds investiert haben, sie wissen es nur meistens gar nicht.

Ein ETF ist ein börsengehandelter Fond (englisch: „exchange traded fund“). Diesen speziellen Typ eines Investmentfonds gibt es seit ca. Mitte der neunziger Jahre, aber sie wurden erst ungefĂ€hr ein Jahrzehnt spĂ€ter signifikant von Investoren genutzt.

Die klassischen Investmentfonds, die die meisten privaten Anleger aus Ihrer Bankberatung kennen, sind die aktiv gemanagten Investmentfonds und die passiv gemanagten Indexfonds. Diese klassischen Investmentfonds legen Ihre Gelder nicht nur in Einzelaktien an, sondern oftmals auch in ETFs.

Lassen Sie uns die Unterschiede genauer betrachten.

Was ist ein aktiv gemanagter Investmentfonds?

Es waren einmal vor langer, langer Zeit (hört sich wie der Beginn eines MÀrchens an, ist es aber nicht!) sehr gut betuchte und erfahrene Investoren, die genug Kapital hatten, um sich professionelle Hilfe zu holen.

„Sie warfen Ihr Kapital in einen Topf“ und ließen einen professionellen Manager die Investmententscheidungen treffen, also im Grunde eine gemeinsame Vermögensverwaltung. Der Investmentfonds war geboren.

Heutzutage legen viele Anleger aller GrĂ¶ĂŸenordnungen ihr Geld in aktiv gemanagte Investmentfonds an. Sie verlassen sich auf einen professionellen Berater, der aktiv, gegen eine GebĂŒhr, die Investments der Anleger managt.

Die Hoffnung der Investoren ist, dass das aktive Management ein besseres Ergebnis erzielt als die Wertentwicklung eines z.B. Aktienindex wie der DAX (Deutscher Aktienindex der 30 grĂ¶ĂŸten Konzerne in Deutschland).

Die Manager versuchen durch die verschiedensten Strategien, Gewinne in den MĂ€rkten zu generieren.

Was ist ein Indexfond?

Indexfonds wurden aufgelegt, weil die Investoren der Meinung waren, dass es viel wichtiger sei, langfristig in Aktien zu investieren, als das aktive Handeln von Aktienpositionen. Ganz nach dem Motto „Hin und Her macht Taschen leer“.

Ein Indexfonds bildet einen Index, wie zum Beispiel den Deutschen Aktienindex (DAX) nach. Der Fonds strebt an, sich wie der Vergleichsindex (das nennt man Benchmark) zu entwickeln.

Der Vorteil: Die laufenden Kosten sind geringer, weil die Aktienpositionen nicht laufend verĂ€ndert werden mĂŒssen.

Die Indexfonds versprechen somit niedrigere Kosten und in der Tat sind die laufenden Kosten geringer als bei aktiv gemanagten Fonds.

FĂŒr die AnhĂ€nger von Indexfonds gilt es als Torheit, die MĂ€rkte „schlagen“ zu wollen bzw. in aktiv gemanagte Fonds zu investieren. Es sei sehr schwer, den Markt mit individuellem „Stockpicking“ oder Investitionen in einen aktiv gemanagten Investmentfond (vor allem nach den anfallenden GebĂŒhren) langfristig zu schlagen.

Die RealitÀt scheint ihnen Recht zu geben. Die wenigsten aktiv gemanagten Fonds erzielen langfristig ein besseres Ergebnis als der Markt und schon gar nicht nach Abzug der Kosten!

Also ist es am besten, nach dem altbekannten Motto zu verfahren: „If you can`t beat ‘em, join ‘em“! Fakt ist, dass wahrscheinlich kein normaler Anleger den Markt langfristig schlagen kann. Aber man kann sich am Aktienmarkt mit Indexfonds beteiligen.

Es gibt hunderte Indexfonds. Jeder bildet seine eigene Benchmark (Aktienindexes, WĂ€hrungen, Rohstoffe, etc.) nach und das typischerweise mit geringeren Kosten als bei den aktiv gemanagten Fonds.

Was ist ein ETF?

Sie können sich den ETF als eine Form von einem Indexfonds vorstellen. Er verfolgt in diesem Sinne das gleiche Ziel: Anleger können in eine Benchmark (z.B. DAX) mit möglichst geringen Kosten investieren. Es gibt aber einen entscheidenden Unterschied: Klassische Fonds kassieren teils erhebliche AusgabeaufschlĂ€ge von bis zu 5 % der Anlagesumme beim Kauf, wĂ€hrend ETFs an der Börse wie eine Einzelaktie gekauft werden können und nur die normalen Orderkosten anfallen. Es gibt sogar einige Direktbanken, bei denen der Anleger nur sehr geringe OrdergebĂŒhren zahlen muss.

Vorteile der ETFs

ETFs haben die gleichen grundlegenden Vorteile wie alle Investmentfonds gegenĂŒber der Anlage in Einzelaktien:

Diversifikation!

Und das ist genau das, was jeder Anleger braucht. Langfristig reduziert das Aufteilen der Investments auf viele verschiedene Positionen das Risiko, ohne unbedingt die Rendite zu schmÀlern.

Sagen wir, Sie sind ein Fan einer bestimmten Branche wie erneuerbare Energien und wĂŒrden gerne in ihre Zukunft investieren. Sie könnten versuchen, sich Aktien von ein paar Unternehmen aus der Branche herauszusuchen.

Eine bessere Strategie wĂ€re es, einen ETF zu kaufen, der den Index des Sektors verfolgt. Auf diesem Weg wĂ€ren Sie besser vor Schwankungen geschĂŒtzt, denen ein paar Unternehmen in dem Sektor unterliegen könnten. Des Weiteren machen Sie nur eine Transaktion anstatt mehrere, was Ihnen OrdergebĂŒhren spart.

Benutzerfreundlichkeit

ETFs können zu jeder Tageszeit gekauft oder verkauft werden, genau wie Einzelaktien. Klassische Investmentfonds dagegen werden nur einmal am Ende jedes Handelstages bewertet. Wenn Sie langfristig investieren, macht das nicht wirklich etwas aus. Wie auch immer, es ist schön zu wissen, dass man normalerweise zu jeder Zeit wÀhrend eines Handelstages aus einem ETF aussteigen kann.

Offene BĂŒcher

Nochmal: Da Sie einen Index wie z.B. den DAX verfolgen, wissen Sie normalerweise genau, was der ETF beinhaltet. Bei den traditionellen Investmentfonds werden die einzelnen Positionen nur halbjÀhrlich in den Verkaufsprospekten veröffentlicht.

Der Jugendfaktor

Diversifikation ist eines der Grundprinzipien beim Investieren. Das bedeutet, dass ein Anleger Kapital auf viele unterschiedliche Investments aufteilt, um das Risiko zu verteilen.

Es gibt viele verschiedene Investments, die man wĂ€hlen kann. Dazu braucht man aber auch  ausreichend viel Kapital. Das kann fĂŒr jĂŒngere Anleger eine besondere Herausforderung sein, weil sie möglicherweise erst geringe Ersparnisse haben, die langfristig investiert werden sollen.

ETFs machen es möglich, auch mit wenig Kapital kostengĂŒnstig ein diversifiziertes Depot aufzubauen. Sie bieten eine große Vielfalt, die jede erdenkliche Asset-Klasse wie Aktien, Anleihen, Immobilien, WĂ€hrungen, Rohstoffe, etc. abdeckt. Das breite Spektrum an ETFs (exchange traded fund, deutsch: börsengehandelter Fond) bedeutet, dass ein Investor ein diversifiziertes Portfolio mit wesentlich geringeren Kapitalaufwand aufbauen kann, als es in der Vergangenheit erforderlich gewesen wĂ€re.

Ein Beispiel: Ein Student möchte erste Ersparnisse in Höhe von 2.500 Euro langfristig anlegen. Er möchte den grĂ¶ĂŸten Teil in deutsche Aktien, einen kleineren Teil in Gold und den Rest in erneuerbare Energie investieren. WĂ€hrend ein solches Portfolio in der Vergangenheit (insbesondere bevor es Rohstoff- und WĂ€hrungs-ETFs gab) einen wesentlich höheren Kapitalaufwand erfordert hĂ€tte, kann er nun sein Portfolio durch ETFs aufbauen.

Er könnte 1.500 Euro in einen DAX-Index ETF investieren und 500 Euro in jeweils ein Gold ETF und ein Sektor ETF.

Sollten Sie in ETFs investieren?

ETFs sind immer noch relativ jung in der Welt der Investments, aber die vielen Vorteile, die sie mit sich bringen, sollten nicht ignoriert werden.

Alles in allem machen die vielen Vorteile der ETFs, wie deren breites Anlagespektrum, deren hohe LiquiditĂ€t, deren kostengĂŒnstiges Management und die vielen Innovationen, ETFs zu einer idealen Anlageform, nicht nur fĂŒr junge Investoren.

Wie man einen guten Deal bei ETFs bekommt

Sie können ETFs ĂŒberall dort kaufen, wo man auch Aktien kaufen kann. Überall dort, wo ein Wertpapierdepot gefĂŒhrt wird, auch bei Ihrer Hausbank.

ETFs werden genauso wie Einzelaktien ĂŒber die Börse geordert. Am besten fahren Sie bei den Direkt- oder Online-Banken. Dort sind die Orderkosten sehr gering.

Manche fĂŒhren KĂ€ufe von ETFs unter bestimmten Bedingungen sogar kostenfrei aus. Aber aufgepasst: Einige Institute bieten dann auch nur eine eingeschrĂ€nkte Auswahl an. Stellen Sie sicher, dass Sie aus dem Vollen schöpfen können, bevor Sie sich fĂŒr ein Institut entscheiden. Achten Sie darauf, dass das Institut alles anbietet, was Sie suchen. Sie sollten zumindest die grĂ¶ĂŸten und weit verbreiteten ETFs im Angebot haben.

Sie wollen in einen qualitativ hochwertigen ETF investieren?

Gehen Sie genauso vor, als wenn Sie einen klassischen Fonds kaufen wĂŒrden. Eine Strategie sollte durch einen fachlich versierten Berater als Grundlage fĂŒr Ihr Depot entworfen werden, in der Ihre WĂŒnsche und Ziele, Ihre Risikobereitschaft und viele anderen Kriterien einfließen sollten. Das kennen Sie bereits, wenn Sie schon einmal ein qualifiziertes AnlagegesprĂ€ch bei Ihrer Hausbank gefĂŒhrt haben.

Nicht alle ETFs bilden einen Index wie z.B. den deutschen Aktienindex (DAX) nach. Manche ETFs sind inzwischen zu aktiven gemanagten Fonds mutiert. Seien Sie bei der Auswahl vorsichtig. Wenn Sie die Kostenvorteile der ETFs nutzen möchten, ist es am besten, wenn Sie sich auf die großen Fonds konzentrieren. Die, die das höchste Handelsvolumen an der Börse haben und deren Wertentwicklung einen Index bereits in der Vergangenheit am genauesten abbilden konnten.

Schauen Sie sich die Kosten eines ETFs vorher genau an. Das sogenannte „expense ratio“ sagt Ihnen, wie viel der ETF kostet. Den Betrag zahlen Sie letztendlich jedes Jahr fĂŒr das Verwalten Ihrer Gelder. Diese Kosten enthalten nicht Ihre Orderkosten, die Sie eventuell fĂŒr den Kauf oder Verkauf zahlen mĂŒssen.

ETFs haben in der Regel ein „expense ratio“ von 0.25 % bis 0,80 % pro Jahr, was bedeutet, dass der Fond Sie 2,50 Euro bis 8 Euro GebĂŒhren pro Jahr fĂŒr jede 1.000 Euro, die Sie anlegen, kostet. Der durchschnittliche traditionelle Investmentfond kostet Sie ca. 0,8 % bis 2 % ( 8 Euro bis 20 Euro je angelegte 1.000 Euro pro Jahr).

Schauen Sie genau hin!

Vermeiden Sie exotische ETFs, die in der Regel teurer und meistens noch nicht lange im Markt sind. Vermeiden Sie diese Fonds, außer wenn Sie wirklich wissen, was Sie tun!

 

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Mein Name ist Thomas Vetter, Honorar-Finanzanlagenberater und Blogger –  â€žGo-Financial.Net“. Unsere Mission ist einfach: Wir geben unseren Lesern die Informationen und Inspiration, die Sie brauchen um Ihre Schulden zu beseitigen, Ihr Vermögen aufzubauen und Ihre persönlichen Ziele zu erreichen, was auch immer sie sind.

Disclaimer

In unserem Blog geben wir Ihnen Anregungen, Ideen und Tipps + Tricks fĂŒr den finanziellen Erfolg – und das möglichst verstĂ€ndlich. Alle Angaben sind ohne GewĂ€hr. Der Artikel gibt die Meinung der Verfasser wieder und ist keine Beratung.

FĂŒr die zugrunde liegenden Annahmen oder Berechnungen wurde große Sorgfalt angewandt. SĂ€mtliche Daten und Angaben stellen keine rechtlichen Grundlagen dar. Sie dienen lediglich der Visualisierung und Vereinfachung.­  Eine Haftung fĂŒr die Richtigkeit der Daten und Annahmen bzw. den Artikel insgesamt ist ausgeschlossen. Sie sollten fĂŒr Ihre Beratung einen Fachberater fĂŒr Finanzdienstleistungen, einen Steuerberater und/oder den Fachberater Ihrer Hausbank heranziehen, der Sie umfassend ĂŒber Chancen und Risiken aufklĂ€ren kann.

 

 

Warum verliert meine Anleihe (engl. „Bond“) Geld? Bundesanleihen sind doch eine sichere Anlage. Oder
 ?

Es gibt keine sicherere Investition als Staatsanleihen vom Bund. Aber eine Sache ist merkwĂŒrdig: Man kann Geld verlieren, wenn man in sie investiert. Wenn Sie eine Anleihe oder einen Anleihenfonds besitzen, dann sollten Sie diesen Beitrag genauer lesen.

Eine der sichersten Investition der Welt sind deutsche Staatsanleihen. Der Grund dafĂŒr ist einfach: Regierungen können hinsichtlich ihrer Verbindlichkeiten praktisch nicht in Verzug geraten, weil sie Geld „drucken“ können, um ihnen nachzukommen.

In der RealitĂ€t kann man bei allen Arten von Anleihen hohe Verluste einfahren, einschließlich bei den weltweit sichersten Anleihen.

Viele Investoren haben einen Fonds, der in Staatsanleihen investiert. Wenn Sie irgendeine Art von Anleihe oder Anleihenfonds besitzen, dann sollten Sie wirklich verstehen, wie sie funktionieren und welche potenziellen Risiken damit einhergehen, vor allen Dingen jetzt, wo die Zinsen wieder anfangen könnten, zu steigen.

Wenn Sie glauben, dass Sie keine Anleihen besitzen, dann sollte Ihnen bewusst sein, dass Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit doch in Anleihen investiert sind, falls in dem Titel Ihres Investmentfonds das Wort „Einkommen“(engl. „Income“) oder „Ausgewogen“ (engl. „balanced“) vorkommt.

Das können Sie herausfinden, indem Sie im Internet nach dem genauen Titel Ihres Fonds suchen, gefolgt von dem Wort „Wertpapierprospekt“. Schauen Sie sich dann das Wertpapierprospekt an und finden Sie heraus, in was der Fonds investiert.

Lassen Sie uns einen genaueren Blick darauf werfen, was genau eine Anleihe ist und wie sie funktionieren.

Eine ganz einfache ErklĂ€rung fĂŒr Anleihen

Auch wenn es den Anschein hat, als ob es Hunderte von verschiedenen potentiellen Investments in der Welt gibt, fĂ€llt die ĂŒberwiegende Mehrheit in nur zwei Kategorien:

Kreditgeber: Man verleiht Geld an jemanden und er verspricht, es zu einem spĂ€teren Zeitpunkt zusammen mit den Zinsen zurĂŒckzuzahlen. Typische Kreditgeberinvestitionen umfassen alle Arten von Anleihen (engl. „Bonds“).

Inhaber: Man besitzt einen Teil eines Unternehmens, in der Regel in Form von Aktien. Es gibt keinen festgelegten Zinssatz, kein FĂ€lligkeitsdatum und keine Garantie, dass man sein Geld wiederbekommt.

Und auch wenn es den Anschein hat, als ob es unendlich viele Investitionsrisiken gibt, gibt es im Grunde nur zwei:

Ausfallrisiko: Das Unternehmen, in das Sie investieren, geht bankrott und Sie verlieren Ihr Geld.

Marktrisiko: Die Aktie oder die Anleihe, in die Sie investiert haben, verliert an Wert und Sie verkaufen sie.

Deutsche Staatsanleihen sind Kreditgeberinvestitionen. Wie bereits gesagt, haben sie praktisch kein Ausfallrisiko, weil die Regierung einfach Geld „drucken“ lassen kann, um ihre Schulden zu bezahlen.

Aber von dem Zeitpunkt, an dem sie ausgegeben wurden, bis zu dem Tag, an dem sie fÀllig werden, was bis zu 30 Jahre dauern kann, schwanken die Kurse von Staatsanleihen. Kurz gesagt, sie unterliegen dem Marktrisiko.

Wodurch gewinnen und verlieren Anleihen an Wert?

Wenn Sie dazu bereit sind, zu warten, bis die Anleihen fÀllig werden, dann werden Sie immer den Nennwert erhalten.

Z.B., wenn Sie eine Anleihe zum Nennwert von € 1.000.—gekauft haben, dann werden Sie nach Ablauf der Laufzeit bei FĂ€lligkeit € 1.000.– zurĂŒckbekommen.

Aber die Preise können in der Zwischenzeit schwanken. Um zu verstehen, warum das so ist, stellen Sie sich bildlich eine Wippe wie auf einem Kinderspielplatz vor.

Am einen Ende der Wippe sind die Anleihekurse. Auf der anderen Seite die ZinssÀtze.

 Wenn die Zinsen steigen, dann fallen die Anleihekurse.

Wenn die Zinsen fallen, dann steigen die Anleihekurse.

Um die Fachbegriffe zu verwenden: Anleihekurse und ZinssÀtze stehen in einer inversen Beziehung zueinander.

Warum ist das so?

Nun, stellen Sie sich vor, dass ich letztes Jahr 1.000€ in eine Staatsanleihe mit zehn Jahren Laufzeit zu einem Zinssatz von 0,25 Prozent investiert habe. Nun ist der Zinssatz gestiegen und identische Anleihen mit zehn Jahren Laufzeit werden jetzt mit einem Zinssatz von 1 Prozent angeboten.

Da jeder lieber 1 Prozent als 0,25 Prozent erwirtschaften möchte, wird mir keiner € 1.000.– fĂŒr „meine“ Anleihe mehr zahlen, die ja nur 0,25 Prozent abwirft. Wenn ich also heute meine Anleihe verkaufen wollte, dann mĂŒsste ich sie fĂŒr weniger Geld verkaufen, als ich fĂŒr sie bezahlt habe. Der Wert meiner Anleihe hat abgenommen, weil die Zinsen gestiegen sind.

Meine Anleihe wird immer noch € 1.000.– wert sein, wenn sie Jahre spĂ€ter zum Ende der Laufzeit fĂ€llig wird. Aber wenn ich heute Geld benötige und ich die Anleihe heute verkaufen muss? Dann werde ich einen Verlust machen.

Noch etwas Wissenswertes: Je lÀnger der Zeitraum, bis die Anleihe fÀllig wird, desto mehr wird sie an Wert verlieren, wenn die Zinsen steigen.

Wenn ein Anleihenfonds an Wert verloren hat, sollte der sich nicht irgendwann wieder erholen?

Schließlich habe ich gerade erklĂ€rt, dass sie bei FĂ€lligkeit den Nennwert einer Anleihe/Bond zurĂŒckbekommen, auch wenn die Kurse der Anleihe wĂ€hrend der Laufzeit schwanken können. Das bedeutet, dass alle Kursverluste, die wĂ€hrend der Laufzeit der Anleihe bis zur FĂ€lligkeit entstehen können, nur temporĂ€r sind.

Gilt das auch fĂŒr Investmentfonds?

Wahr ist, dass wenn man eine einzelne Anleihe bis zur FĂ€lligkeit hĂ€lt, man sein Kapital wiederbekommt. Aber ein Anleihenfonds ist keine einzelne Anleihe. Hierbei handelt es sich um ein großes Anleihen-Portfolio mit einem aktiven Manager, der wahrscheinlich Positionen kauft und verkauft.

Wann immer eine Anleihe in diesem Portfolio gekauft oder verkauft wird, könnte das einen Gewinn oder einen Verlust bedeuten.

WÀhrend eine Staatsanleihe praktisch das Ausfallrisiko eliminiert, hat der Manager, der Anleihen kauft und verkauft, immer noch mit dem Marktrisiko zu tun. Und dieses Marktrisiko könnte sich in tatsÀchlichen Gewinnen oder Verlusten niederschlagen, wenn der Manager Positionen aktiv kauft oder verkauft.

Wenn die Zinsen steigen 
 sollte ich nervös werden?

Als der Aktienmarkt sich in den Jahren 2008/2009 teilweise halbiert hatte, haben viele Menschen sehr viel Geld verloren und es hat 3 – 4 Jahre gedauert, diese Verluste wiedergutzumachen.

Und viele, die Angst vor Aktien haben, haben sich wahrscheinlich fĂŒr Anleihen entschieden, weil sie davon ausgegangen sind, dass sie eine sichere Alternative darstellen. Sie hatten Recht, zumindest solange die Zinsen nicht drastisch ansteigen, was sie noch nicht getan haben.

Ende 2016 hat die US-Notenbank den von ihr direkt kontrollierten Zinssatz, Diskontsatz genannt, um ein Viertel Prozent angehoben. Dies ist das zweite Mal, dass sie den Zinssatz angehoben hat. Das erste Mal war 2015.

Diese lang erwartete Zinserhöhung wird in der Wirtschaft Wellen schlagen und ĂŒberall zu spĂŒren sein, von Zinsen fĂŒr Kredite bis zu Anleihekursen. Auch wenn es kein großer Anstieg ist, ist es dennoch ein Schuss vor den Bug fĂŒr alle, die in langfristige Anleihen oder Anleihenfonds investiert haben.

Zeit, nervös zu werden?

Nein. Weil das Wirtschaftswachstum immer noch ĂŒberschaubar ist, wird die EZB die Zinsen nicht so schnell erhöhen und einzelne Steigerungen werden sehr wahrscheinlich erst einmal gering sein. Abgesehen davon Ă€ndern sich die Marktzinsen stĂ€ndig.

Nur so viel, wenn die Zinsen erst einmal steigen, dann ist ein Anleihenfonds mit langfristigen Bonds nicht der Ort, an dem man sich befinden möchte.

Was sollte man als Investor tun?

Davon abgesehen, auch wenn die Zinsen in den kommenden Monaten vermutlich nicht stark ansteigen werden, sollte man jetzt den Weg des geringsten Widerstands einschlagen.

Der Zinssatz liegt bei fast Null. Es gibt praktisch langfristig keine andere Möglichkeit, als Zinserhöhungen. Es ist nur eine Frage der Zeit und das sollte dann niemand mehr ĂŒberraschen.

Das „Spielfeld“ wird sich Ă€ndern. Und das bedeutet, dass Sie zwei Optionen haben:  Ihr Portfolio anpassen, oder Ihre Erwartungen.

Wenn Sie besorgt sind, dass steigende Zinsen Ihrem langfristigen Anleihenfonds schaden, dann passen Sie Ihr Portfolio an, indem Sie zu Fonds mit mittel- oder kurzfristigen Anleihen wechseln. Sie werden nicht so viele Zinsen abwerfen, aber wenn die Zinsen schnell steigen, dann ist ein Kapitalerhalt wahrscheinlicher.

Wenn Sie mit Ihrem aktuellen Anlagen-Mix zufrieden sind und Ihr Geld in langfristigen Anleihenfonds halten wollen, dann sollten Sie Ihre Erwartungen anpassen und sich mental auf potenzielle Wertverluste einstellen, falls die Zinsen steigen.

Eine letzte Option ist, Anleihenfonds zu meiden und nur einzelne Anleihen zu kaufen. Dann wissen Sie, dass Sie den Nennwert erhalten, falls Sie Ihre Anleihe bis zur FÀlligkeit behalten. Aber der Besitz von einzelnen Anleihen benötigt in der Regel mehr Kapital als der Besitz eines Fonds.

 

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Disclaimer

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FĂŒr die zugrunde liegenden Annahmen oder Berechnungen wurde große Sorgfalt angewandt. SĂ€mtliche Daten und Angaben stellen keine rechtlichen Grundlagen dar. Sie dienen lediglich der Visualisierung und Vereinfachung.­  Eine Haftung fĂŒr die Richtigkeit der Daten und Annahmen bzw. den Artikel insgesamt ist ausgeschlossen. Sie sollten fĂŒr Ihre Beratung einen Fachberater fĂŒr Finanzdienstleistungen, einen Steuerberater und/oder den Fachberater Ihrer Hausbank heranziehen, der Sie umfassend ĂŒber Chancen und Risiken aufklĂ€ren kann.

Sie wollen finanziell unabhĂ€ngig werden? – Hier sind all die Tipps, die Sie je brauchen werden


finanzielle Freiheit
finanzielle Freiheit

Ich bin seit mehr als 35 Jahren im professionellen Vermögensmanagement aktiv.

WÀhrend meiner Jahrzehnte im Business habe ich jede erdenkliche Art von finanziellem Ratschlag gehört und viele davon verteilt.

Hier sind die Besten der Besten. Ein paar einfache SÀtze, an die Sie sich halten können und die Sie definitiv, auf jeden Fall reicher machen werden.

Geben Sie nie mehr aus, als Sie verdienen – never ever!

Als ich 12 Jahre alt war, fing ich an, Rasen zu mĂ€hen, um mir zu meinem mickrigen Taschengeld etwas hinzuzuverdienen. Minuten nachdem ich meine „erste Mark“ verdient hatte, stopfte mein alter Herr mich ins Auto, um mit mir zur Bank zu fahren und mein erstes Sparbuch zu eröffnen.

Ein paar Jahrzehnte spĂ€ter ist es immer noch meine oberste PrioritĂ€t, von jedem „Gehaltsscheck“ etwas zur Seite zu legen.

Da das Leben ist, wie es ist, hat das natĂŒrlich nicht immer funktioniert.

Aber im Allgemeinen wird man jeden Monat ganz einfach reicher, indem man weniger ausgibt, als man verdient, und man wird ganz einfach Àrmer, indem man mehr ausgibt, als man verdient.

Vermeiden Sie Schulden.

Viele Menschen betrachten Schulden als einen normalen Teil ihres Lebens. Sie teilen es in Kategorien auf, wie „gute Schulden“ und „schlechte Schulden“. Als ob es sich um eine Art mathematisches Mysterium handelt.

Schulden sind nicht kompliziert.

Geld zu zahlen, um vorĂŒbergehend das Geld anderer Leute zu verwenden, macht einen Ă€rmer.

Geld zu verlangen, um andere Leute vorĂŒbergehend sein eigenes Geld benutzen zu lassen, macht einen reicher.

Da man durch das Zahlen von Zinsen Àrmer wird, sollte man dies nur in zwei Situationen tun:

Die erste ist, wenn man es tun muss, um zu â€žĂŒberleben“.

Die zweite, wenn man mehr mit der Sache verdient, die man finanziert, als was man bezahlt, um sie zu finanzieren.

Man sollte nur einen Kredit aufnehmen, wenn es sich letztendlich auch lohnt.

Das riskanteste, was Sie tun können, ist, kein Risiko einzugehen.

Ob es um Geld oder das Leben im Allgemeinen geht, wenn Sie Erfolg haben wollen, mĂŒssen Sie Risiken eingehen.

Wenn es um Geld geht, dann bedeutet Risiko, in Sachen zu investieren, die an Wert verlieren können, wie Aktien, Immobilien oder Ihr eigenes Unternehmen.

Können Sie Ihr Leben fĂŒhren, ohne Risiken einzugehen? Sicher, aber wie mein alter Herr zu sagen pflegte, man wird nie aus dem Bunker heraus einen Treffer landen.

Wenn Sie 30 Jahre lang 200 Euro pro Monat bei einem Prozentsatz von 2% p.a. sparen, dann werden Sie am Ende etwas weniger als 100.000 Euro haben.

Wenn Sie bei der gleichen Investition 8 % p.a. verdienen, dann werden Sie am Ende fast 300.000 Euro Ihr eigen nennen können.

Ein angemessen hohes Risiko einzugehen, ist der Unterschied zwischen Vermögen und â€žĂŒber die Runden“ kommen.

Nichtsdestotrotz, riskante Wetten einzugehen ist schlicht und einfach ein GlĂŒcksspiel.

Gehen Sie kalkulierte Risiken ein. Minimieren Sie das Risiko, indem Sie sich so gut wie möglich informieren, bevor Sie investieren.

Setzen Sie nicht alles auf eine Karte und lernen Sie aus Ihren Fehlern. Oder noch besser, aus den Fehlern anderer 
!

Kaufen Sie Wertpapiere, wenn alle die Nerven verlieren, und verkaufen Sie, wenn alle denken, dass sie nicht verlieren können.

Bei sehr vermögenden Leuten klingelt die Kasse, wenn die Wirtschaft boomt, aber sie haben zum grĂ¶ĂŸten Teil ihren Reichtum nicht auf diese Weise erwirtschaftet.

Man wird reicher, indem man investiert, wenn kein anderer es tut: Wenn der Markt stagniert, alle die Nerven verlieren und nichts als Angst und Elend am Horizont zu sehen sind.

Das zyklische Wesen unserer Wirtschaft stellt mehr oder weniger sicher, dass periodisch schlechte Zeiten auftreten, und das menschliche Wesen stellt mehr oder weniger sicher, dass die meisten Leute vor Angst wie gelÀhmt sind, wenn diese schlechten Zeiten auftreten.

Wenn Sie wirklich denken, dass die Welt kurz vor dem Ende steht, dann kaufen Sie Konserven und andere VorrÀte. Wenn nicht, legen Sie eine Schippe drauf!

Machen Sie nie jemand anderen fĂŒr Ihren Misserfolg verantwortlich.

Wenn Sie operiert werden mĂŒssen, dann haben Sie nicht wirklich eine Wahl, Sie mĂŒssen Ihr Schicksal einem Fachmann anvertrauen.

Aber wenn es um Ihr Geld geht, geben Sie niemals die vollstÀndige Kontrolle an jemand anderen ab.

Sich Rat zu holen, ist immer eine gute Idee. Aber egal, wer dieser Berater ist oder wie smart er oder sie ist, Ihr Geld sollte Ihnen wichtiger sein.

Sie sollten zumindest genau verstehen, was vor sich geht!

Sie können entweder reich aussehen oder reich sein, aber Sie werden vermutlich nicht lange genug leben, um beides zu erreichen.

Als ich als Anlageberater und Vermögensmanager in der Bankenwelt gearbeitet habe, habe ich schnell gelernt, dass vermögende Menschen oft nicht danach aussehen.

Sie mĂŒssen es nicht.

Wenn Sie Ihr Geld in Dinge wie Autos, Kleidung, Urlaube und HĂ€user stecken, die Sie sich nicht leisten können, dann sehen Sie fĂŒr den Moment gut aus, es wird Sie aber daran hindern, spĂ€ter tatsĂ€chlich vermögend zu werden.

Es gibt nur sechs Wege, finanziell unabhÀngig bzw vermögend zu werden:

Reich einheiraten.

Ein Vermögen erben.

Von einem einzigartigen Talent profitieren.

Außerordentlich viel GlĂŒck haben.

Ein erfolgreiches Unternehmen fĂŒhren oder besitzen.

Weniger ausgeben, als man verdient, und die Ersparnisse ĂŒber einen langen Zeitraum sinnvoll investieren.

Selbst wenn Sie nach einem der ersten fĂŒnf Wege streben, machen Sie Gebrauch von der letzten Option, und Sie werden garantiert Ihre finanzielle Freiheit erreichen können.

Zeit ist nicht Geld – Geld ist Zeit.

Wer auch immer gesagt hat: „Zeit ist Geld“ hatte es genau falsch herum verstanden.

Zeit ist die einzige nicht erneuerbare Ressource, die Sie haben. Sobald Ihre Zeit abgelaufen ist, ist sie abgelaufen.

Der Trick liegt also darin, so viel von Ihrer begrenzten Zeit damit zu verbringen, Sachen zu tun, die Sie tun wollen, anstatt Sachen zu tun, die Sie tun mĂŒssen.

Geld ist die Ressource, die Ihnen erlaubt, dies zu tun.

Wenn Sie in die Einkaufspassage gehen und 500 Euro fĂŒr Kleidung ausgeben, dann sind das 500 Euro, die Sie hĂ€tten investieren können. Wenn Sie an diesen 500 Euro 8 % p.a. verdient hĂ€tten, dann hĂ€tten Sie nach 30 Jahren ca. 5.000 Euro angesammelt.

Wenn man die Inflation nicht berĂŒcksichtigt und davon ausgeht, dass man mit 5.000 Euro pro Monat leben könnte, dann bedeutet das, dass Sie einen Monat frĂŒher finanziell unabhĂ€ngig wĂ€ren, wenn Sie auf diese Kleidung verzichtet hĂ€tten.

NatĂŒrlich braucht jeder etwas zum Anziehen. Aber vielleicht brauchen Sie nicht die vollen 500 Euro.

Sie haben die Wahl: teure Sachen heute oder Freizeit morgen.

WofĂŒr werden Sie sich entscheiden?

 

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Was ist Genug um finanziell frei zu sein?

finanzielle Freiheit

Die eigene Versorgung zu planen, die bis ins hohe Alter von 80, 90 oder 100 Jahren reichen soll, kann eine gewaltige Herausforderung sein.

Ein paar grundlegenden Regeln können Ihnen dabei helfen, Klarheit zu schaffen.

Das Gute daran, in der heutigen Zeit zu leben, ist, dass wir lÀnger leben. Das Schlechte daran: dass wir lÀnger leben!

Vor noch nicht allzu langer Zeit sind Arbeitnehmer im Alter von 60 bis 65 Jahren in Rente gegangen, haben noch ein paar Jahre gelebt und sind dann verstorben. Die Lebenserwartung fĂŒr MĂ€nner und Frauen in den 70`er Jahren lag beispielsweise bei knapp unter 76 Jahren. Die Rentenvorsorge musste also bei den meisten Menschen nicht bis zum Alter von 90 oder 100 Jahren reichen.

Heutzutage spielen diejenigen, die sich irgendwann dem Ruhestand nÀhern, ein ganz neues Spiel!

Da die tatsĂ€chliche Lebenserwartung unsicher ist, und die Vorhersage von BedĂŒrfnissen schwierig, haben wir ein paar einfache Methoden zusammengestellt, mit deren Hilfe Sie herausfinden können, wann Sie sich bedenkenlos in den Ruhestand verabschieden können.

Hier sind ein paar grundlegende Faustregeln, um Ihnen bei Ihrer Planung fĂŒr Ihre finanzielle Freiheit, auch von vielen als “Ruhestand“ oder “Altersvorsorge“ benannt, zu helfen.

Lassen Sie Ihre Ersparnisse wachsen

Wenn man seine RĂŒcklagen fĂŒr die Rente in einem Spar- oder Geldmarktkonto bunkert, dann setzt man sich nicht den Risiken der Börse aus.

Aber man setzt sich einem anderen Risiko aus: der Inflation oder Geldentwertung!

WĂ€hrend Ihre Ausgaben weiter zunehmen, tut Ihr Geld das nicht. Die Inflation von 2001 bis heute war pro Jahr nicht sehr hoch, aber im Verlauf dieser 16 Jahre sind die Preise im Durchschnitt um ca. 30 Prozent gestiegen.

Zumindest ein Teil Ihres Geldes sollte Geld verdienen – an der Börse oder beispielsweise durch Investitionen in Immobilien. Andernfalls wird es an Wert verlieren!

Sie wissen nicht genau, wie Sie Ihre liquiden Vermögenswerte auf Aktien und Anleihen aufteilen sollen?

Eine bewĂ€hrte Formel ist, “100 minus Ihr Alter” zu rechnen.

Wenn Sie beispielsweise 50 Jahre alt sind, dann sollten Sie 50 Prozent Ihrer Ersparnisse langfristig in Aktien investieren z. B. in einen ETF/Aktienindexfonds (diese sind preiswerter als verwaltete Fonds und erzielen langfristig in der Regel gleich gute oder sogar bessere Ergebnisse).

Teilen Sie die restlichen 50 Prozent auf Anleihen und sonstige BarmittelÀquivalente auf.

Wenn Sie 65 Jahre alt sind, dann könnten Sie noch ca. 35 Prozent in Aktien investieren und den Rest auf Anleihen und Bargeld aufteilen.

Es gibt allerdings auch starke Argumente dafĂŒr, dass diese Formel zu konservativ ist, da wir heutzutage lĂ€nger leben. Man sollte dementsprechend sogar einen noch grĂ¶ĂŸeren Anteil der Ersparnisse in Aktien investieren, da sie fĂŒr weitere 20 oder 30 Jahre Einkommen generieren sollen.

Vergleichen Sie Ihre festen Ausgaben mit Ihrer Rente

Hier ist eine einfache Methode, um sicherzustellen, dass Sie die Minimalvoraussetzungen fĂŒr Ihre finanzielle Freiheit erfĂŒllen.

Erstellen Sie eine Liste mit Ihren Ausgaben. Addieren Sie Ihre festen monatlichen Kosten, also das, was Sie jeden Monat abdecken mĂŒssen, einschließlich Miete oder Hypothekenzahlungen, Heizung, Nebenkosten, Lebensmittel und Pkw und……..

Das verrĂ€t Ihnen ungefĂ€hr, wie viel Geld Sie mindestens brauchen, um ĂŒber die Runden zu kommen. Denken Sie aber auch daran, dass die Kosten steigen werden, es ist also eine gute Idee, den Betrag etwas aufzupolstern.

Finden Sie heraus, was Ihr Mindesteinkommen sein wird, wenn Sie kein aktives Einkommen mehr haben. Sehen Sie sich Ihre jÀhrliche RentenschÀtzung der BFA an, um herauszufinden, wie viel Rente Sie jeden Monat vom Staat bekommen sollen, je nachdem, ab welchem Alter Sie die Leistungen beziehen.

Wenn Ihre festen Ausgaben von Ihrer monatlichen Rente und anderen garantierten Einkommensquellen, wie beispielsweise eine Betriebsrente oder Mieten aus vermieteten Immobilien, abgedeckt werden, dann haben Sie die Gewissheit, dass fĂŒr alles Grundlegende gesorgt ist, selbst wenn Sie keine anderen Einkommensquellen haben sollten.

Wenn nicht – oder falls Sie sich nicht sicher sind – dann reduzieren Sie Ihre Ausgaben oder arbeiten Sie so lange, bis Sie das benötigte Einkommensniveau erreicht haben.

Verwenden Sie Ihre Ersparnisse fĂŒr optionale Ausgaben

Wenn Sie wissen, dass alles Wesentliche von Ihrem garantierten Einkommen abgedeckt wird, dann können Sie variable – und mehr optionale – Ausgaben mithilfe Ihrer Ersparnisse und/oder unerwarteter Geldsegen abdecken – zum Beispiel mithilfe einer fĂ€lligen Lebensversicherung, einer Erbschaft, oder durch den Verkauf eines Unternehmens oder einer Immobilie.

Dinge wie Theatertickets, Geschenke fĂŒr die Enkelkinder, Restaurantbesuche und Reisen, sollten aus diesem nicht festen Einkommen bezahlt werden.

Sie sollten sich darauf vorbereiten, Ihre optionalen Ausgaben zu reduzieren, falls ihr variables Einkommen sinkt.

Eine Strategie:

Wenn Sie in einer teuren Gegend wohnen, dann haben Sie GlĂŒck – mehr oder weniger! Sie können in eine weniger teure Region ziehen, um gĂŒnstiger zu leben.

Sie fragen sich, wohin? Allgemein gesagt, weg von den KĂŒsten und raus aus den Zentren teurer GroßstĂ€dte.

Wenn Sie ein Kosmopolit sind könnten Sie in Betracht ziehen, Ihr Leben in Europas SĂŒden oder anderen gĂŒnstigeren LĂ€ndern zu geniessen.

Verlassen Sie sich nicht zu sehr auf die Planung Ihrer Altersvorsorge

Eine Software fĂŒr die Berechnung der Altersvorsorge zu benutzen macht Spaß, zumindest manchen Finanzberatern.

Sie verleiht einem das GefĂŒhl, dass man die Kontrolle ĂŒber ein komplexes Problem hat, wĂ€hrend man mit Zahlen jongliert und „was wĂ€re wenn“ Szenarien durchspielt.

Diese Rechner, die von Finanzplanern genutzt werden, sind oft Vertriebs-Werkzeuge, die verwendet werden, um Leute zum Kauf gesponserter Produkte zu bewegen.

Abgesehen davon verleihen sie einem ein falsches GefĂŒhl der Sicherheit, wenn man sie nicht als nur ein Werkzeug von vielen versteht.

Behalten Sie das Ziel im Blick

Die Planung der eigenen Versorgung ist keine einmalige Angelegenheit. Stellen Sie regelmĂ€ĂŸig Berechnungen und Planungen an, um Ihre Ersparnisse weiter aufzubauen und Ihre Ausgaben fĂŒr den Ruhestand zu senken, falls das notwendig wird.

Ein Hinweis:

Das soll nicht heißen, dass Sie sich andauernd Sorgen um Ihre Renditen machen und tĂ€glich die InvestmentmĂ€rkte beobachten sollten.

Wenn Sie dazu neigen, sich zu viele Sorgen um Ihre Investitionen zu machen, dann suchen Sie sich einen vertrauenswĂŒrdigen Berater, der Ihnen bei Ihren Entscheidungen helfen kann.

Hier ist das Überraschende:

Der Ruhestand ist kein Ereignis, nur eine Umstellung.

Bis ins hohe Alter werden Sie weiterhin viele Jahre lang Ihr Geld verwalten, Einkommen generieren, Ihre Ausgaben berechnen und eventuell ein Auge auf Kosteneinsparungen haben mĂŒssen.

 

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Willkommen bei Go-Financial.Net – Nicht das gewöhnliche Bla-Bla . . .

Mein Name ist Thomas Vetter, Honorar-Finanzanlagenberater und Blogger –  „Go-Financial.Net“. Unsere Mission ist einfach: Wir geben unseren Lesern die Informationen und Inspiration, die Sie brauchen um Ihre Schulden zu beseitigen, Ihr Vermögen aufzubauen und Ihre persönlichen Ziele zu erreichen, was auch immer sie sind.

Disclaimer

In unserem Blog geben wir Ihnen Anregungen, Ideen und Tipps + Tricks fĂŒr den finanziellen Erfolg – und das möglichst verstĂ€ndlich. Alle Angaben sind ohne GewĂ€hr. Der Artikel gibt die Meinung der Verfasser wieder und ist keine Beratung.

FĂŒr die zugrunde liegenden Annahmen oder Berechnungen wurde große Sorgfalt angewandt. SĂ€mtliche Daten und Angaben stellen keine rechtlichen Grundlagen dar. Sie dienen lediglich der Visualisierung und Vereinfachung.­  Eine Haftung fĂŒr die Richtigkeit der Daten und Annahmen bzw. den Artikel insgesamt ist ausgeschlossen. Sie sollten fĂŒr Ihre Beratung einen Fachberater fĂŒr Finanzdienstleistungen, einen Steuerberater und/oder den Fachberater Ihrer Hausbank heranziehen, der Sie umfassend ĂŒber Chancen und Risiken aufklĂ€ren kann.

Warum Aktienkurse fallen könnten und was ich tun kann. Die BĂ€ren lauern…

 

Seit Jahresbeginn 2015 fÀllt der Aktienmarkt kontinuierlich ab. Die BÀren lauern
.

Wenn Sie Geld im Aktienmarkt investiert haben, könnte es durchaus sein, das Sie nervös werden. Der DAX ist zum Jahresbeginn 2016 um mehr als 15 Prozent gesunken. Das ist der schlechteste Jahresauftakt im Aktienmarkt seit Jahren.

Kommt eine Korrektur?

Gehen wir einen Schritt zurĂŒck, um zu schauen, wo wir sind, warum wir hier sind und was als nĂ€chstes passieren könnte.

Was geschieht zur Zeit an der Börse?

Was am Jahresanfang an den AktienmÀrkten passierte, ist eher als eine Art von Panik zu werten.

So als wenn wir in einem ĂŒberfĂŒllten Theater „Feuer!” hören und die Besucher in panischer Flucht zu den nĂ€chsten AusgĂ€ngen laufen wĂŒrden. Was im Wall Street Theater ausgerufen wurde, ist jedoch nicht “Feuer”, sondern Worte wie „China”, „Euro-Krise”, “Zusammenbruch der RohstoffmĂ€rkte”, und “Staatsverschuldung”.

Was China betrifft, so gibt es Anzeichen einer Verlangsamung ihrer Wirtschaft, was sich in einem mehr als 20-prozentigen RĂŒckgang der Kurse, den Ihre Börse zum Jahresbeginn hingelegt hat, zeigt. Da die weltweit zweitgrĂ¶ĂŸte Wirtschaft großen Schwierigkeiten gegenĂŒbersteht, könnte der „nicht-so-kleine” Staat China, zum Symptom fĂŒr eine weltweite Rezession werden, die schließlich auch unsere AktienmĂ€rkte beeinflussen könnte. Insbesondere den deutschen Aktienmarkt als exportabhĂ€ngige Wirtschaft mit einem hohen Engagement in China.

Der Ölpreis war im freien Fall. Auch fiel der Preis fĂŒr Natural Gas in den USA auf den niedrigsten Stand seit Jahrzehnten. Sie haben richtig gelesen. Die Preise fĂŒr Natural Gas sind in den USA auf einem historischen Tief. Schade nur, dass ich als Verbraucher in Deutschland nichts davon mitbekomme. Oder hat Ihr Gasversorger in letzter Zeit die Preise gesenkt?

Insgesamt verbleibt mehr Geld in den Taschen der Verbraucher – mehr Geld zum Ausgeben.

Die niedrigen Ölpreise helfen einerseits den Verbrauchern, jedoch ist anderseits das Szenario nicht so rosig, wie man erst einmal glauben möchte. Niedrige Rohstoffpreise sind auch ein Zeichen von Überangebot, was wiederum der Vorbote einer stockenden Wirtschaft sein könnte.

Kurz gesagt, die Welt ist zu einem noch furchterregenderem Ort geworden, als sie es noch vor wenigen Monaten war. Es gibt durchaus gute GrĂŒnde fĂŒr sinkende Aktienkurse.

Was sollte man tun?

Die einzige vernĂŒnftig erscheinende Möglichkeit, wĂ€hrend einer Panik am Markt zu agieren, ist nicht zu agieren.

Eine Panik ist per Definition irrational, so dass rationales Denken nicht funktioniert. Das, was man an dieser Stelle am besten tun kann, ist zu warten bis sich der „Rauch” gelegt hat.

Falls die Aktien radikal ĂŒberbewertet wĂ€ren, wĂŒrde die Situation sicherlich schon viel schlimmer sein.

Die niedrigen Zinsen unterstĂŒtzen die AktienmĂ€rkte ebenfalls. Sie werden wahrscheinlich auch weiterhin niedrig bleiben. Es gibt momentan kaum andere Optionen als sein Geld in Aktien anzulegen.

Es ist aber auch nicht die Zeit sein Engagement am Aktienmarkt auszubauen.

Wie ein altes Wall Street Sprichwort sagt: “Versuchen Sie nicht in ein fallendes Messer zu greifen.” Lassen Sie einer Korrektur ihren Lauf.

Außer, Sie haben mehr Geld in Aktien investiert als Sie investieren sollten, halten zu riskante Aktienwerte oder sind zu kurzfristig orientiert, wĂŒrde ich eher dazu tendieren die ZĂ€hne zusammenzubeißen und erst einmal nichts zu Ă€ndern. Zumindest fĂŒr den Moment.

Anstatt mein Portfolio zu reduzieren, wenn die Zeiten hÀrter werden, kann ich stattdessen auch meine Erwartungen reduzieren.

Man kann aber auch einen Teil seiner Positionen abstoßen und Gewinne, auf einem aus heutiger Sicht hohen Kursniveau, realisieren. Damit wird das Risiko der Investments verringert und Cash fĂŒr einen erneuten Einstieg zu gĂŒnstigeren Kursen aufgebaut.

Der Silberstreif am Horizont

Es gibt keine todsicheren Investments, die garantiert Gewinne erzielen können. Aber es gibt eins, das dem sehr nahe kommt.

Das nennt man Durchschnittskosten oder neudeutsch „cost-average”.

Die Durchschnittskosten beziehen sich auf das Investieren eines festen Geldbetrages in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden. Es funktioniert, weil Sie mehr Aktien kaufen, wenn sie billig sind und weniger, wenn sie es nicht sind. Solange Aktien nicht dauerhaft sinken, wird dieses System im Laufe der Zeit immer Gewinne abwerfen. Der Punkt ist, wenn Sie monatlich gleichbleibende BetrĂ€ge im Aktienmarkt investieren und dazu die Marktpreise fallen, dann kaufen Sie sich Ihr Engagement im Ausverkauf. Das ist keine schlechte Sache!

Schlussfolgerung

Wenn nicht gerade Ihr Notgroschen dem Aktienmarkt ausgesetzt ist, gibt es wenig, was Sie zur Zeit tun können.

Aber es gibt etwas, was der langfristig orientierte Anleger nicht tun sollte: unĂŒberlegt Aktienpositionen kaufen oder verkaufen. Das könnte sich spĂ€ter als ungĂŒnstiger Zeitpunkt erweisen.

 

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