Hohe Kante

Warum verliert meine Anleihe (engl. „Bond“) Geld? Bundesanleihen sind doch eine sichere Anlage. Oder… ?

Es gibt keine sicherere Investition als Staatsanleihen vom Bund. Aber eine Sache ist merkwĂĽrdig: Man kann Geld verlieren, wenn man in sie investiert. Wenn Sie eine Anleihe oder einen Anleihenfonds besitzen, dann sollten Sie diesen Beitrag genauer lesen.

Eine der sichersten Investition der Welt sind deutsche Staatsanleihen. Der Grund dafür ist einfach: Regierungen können hinsichtlich ihrer Verbindlichkeiten praktisch nicht in Verzug geraten, weil sie Geld „drucken“ können, um ihnen nachzukommen.

In der Realität kann man bei allen Arten von Anleihen hohe Verluste einfahren, einschließlich bei den weltweit sichersten Anleihen.

Viele Investoren haben einen Fonds, der in Staatsanleihen investiert. Wenn Sie irgendeine Art von Anleihe oder Anleihenfonds besitzen, dann sollten Sie wirklich verstehen, wie sie funktionieren und welche potenziellen Risiken damit einhergehen, vor allen Dingen jetzt, wo die Zinsen wieder anfangen könnten, zu steigen.

Wenn Sie glauben, dass Sie keine Anleihen besitzen, dann sollte Ihnen bewusst sein, dass Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit doch in Anleihen investiert sind, falls in dem Titel Ihres Investmentfonds das Wort „Einkommen“(engl. „Income“) oder „Ausgewogen“ (engl. „balanced“) vorkommt.

Das können Sie herausfinden, indem Sie im Internet nach dem genauen Titel Ihres Fonds suchen, gefolgt von dem Wort „Wertpapierprospekt“. Schauen Sie sich dann das Wertpapierprospekt an und finden Sie heraus, in was der Fonds investiert.

Lassen Sie uns einen genaueren Blick darauf werfen, was genau eine Anleihe ist und wie sie funktionieren.

Eine ganz einfache Erklärung für Anleihen

Auch wenn es den Anschein hat, als ob es Hunderte von verschiedenen potentiellen Investments in der Welt gibt, fällt die überwiegende Mehrheit in nur zwei Kategorien:

Kreditgeber: Man verleiht Geld an jemanden und er verspricht, es zu einem späteren Zeitpunkt zusammen mit den Zinsen zurückzuzahlen. Typische Kreditgeberinvestitionen umfassen alle Arten von Anleihen (engl. „Bonds“).

Inhaber: Man besitzt einen Teil eines Unternehmens, in der Regel in Form von Aktien. Es gibt keinen festgelegten Zinssatz, kein Fälligkeitsdatum und keine Garantie, dass man sein Geld wiederbekommt.

Und auch wenn es den Anschein hat, als ob es unendlich viele Investitionsrisiken gibt, gibt es im Grunde nur zwei:

Ausfallrisiko: Das Unternehmen, in das Sie investieren, geht bankrott und Sie verlieren Ihr Geld.

Marktrisiko: Die Aktie oder die Anleihe, in die Sie investiert haben, verliert an Wert und Sie verkaufen sie.

Deutsche Staatsanleihen sind Kreditgeberinvestitionen. Wie bereits gesagt, haben sie praktisch kein Ausfallrisiko, weil die Regierung einfach Geld „drucken“ lassen kann, um ihre Schulden zu bezahlen.

Aber von dem Zeitpunkt, an dem sie ausgegeben wurden, bis zu dem Tag, an dem sie fällig werden, was bis zu 30 Jahre dauern kann, schwanken die Kurse von Staatsanleihen. Kurz gesagt, sie unterliegen dem Marktrisiko.

Wodurch gewinnen und verlieren Anleihen an Wert?

Wenn Sie dazu bereit sind, zu warten, bis die Anleihen fällig werden, dann werden Sie immer den Nennwert erhalten.

Z.B., wenn Sie eine Anleihe zum Nennwert von € 1.000.—gekauft haben, dann werden Sie nach Ablauf der Laufzeit bei Fälligkeit € 1.000.– zurĂĽckbekommen.

Aber die Preise können in der Zwischenzeit schwanken. Um zu verstehen, warum das so ist, stellen Sie sich bildlich eine Wippe wie auf einem Kinderspielplatz vor.

Am einen Ende der Wippe sind die Anleihekurse. Auf der anderen Seite die Zinssätze.

 Wenn die Zinsen steigen, dann fallen die Anleihekurse.

Wenn die Zinsen fallen, dann steigen die Anleihekurse.

Um die Fachbegriffe zu verwenden: Anleihekurse und Zinssätze stehen in einer inversen Beziehung zueinander.

Warum ist das so?

Nun, stellen Sie sich vor, dass ich letztes Jahr 1.000€ in eine Staatsanleihe mit zehn Jahren Laufzeit zu einem Zinssatz von 0,25 Prozent investiert habe. Nun ist der Zinssatz gestiegen und identische Anleihen mit zehn Jahren Laufzeit werden jetzt mit einem Zinssatz von 1 Prozent angeboten.

Da jeder lieber 1 Prozent als 0,25 Prozent erwirtschaften möchte, wird mir keiner € 1.000.– fĂĽr „meine“ Anleihe mehr zahlen, die ja nur 0,25 Prozent abwirft. Wenn ich also heute meine Anleihe verkaufen wollte, dann mĂĽsste ich sie fĂĽr weniger Geld verkaufen, als ich fĂĽr sie bezahlt habe. Der Wert meiner Anleihe hat abgenommen, weil die Zinsen gestiegen sind.

Meine Anleihe wird immer noch € 1.000.– wert sein, wenn sie Jahre später zum Ende der Laufzeit fällig wird. Aber wenn ich heute Geld benötige und ich die Anleihe heute verkaufen muss? Dann werde ich einen Verlust machen.

Noch etwas Wissenswertes: Je länger der Zeitraum, bis die Anleihe fällig wird, desto mehr wird sie an Wert verlieren, wenn die Zinsen steigen.

Wenn ein Anleihenfonds an Wert verloren hat, sollte der sich nicht irgendwann wieder erholen?

Schließlich habe ich gerade erklärt, dass sie bei Fälligkeit den Nennwert einer Anleihe/Bond zurückbekommen, auch wenn die Kurse der Anleihe während der Laufzeit schwanken können. Das bedeutet, dass alle Kursverluste, die während der Laufzeit der Anleihe bis zur Fälligkeit entstehen können, nur temporär sind.

Gilt das auch fĂĽr Investmentfonds?

Wahr ist, dass wenn man eine einzelne Anleihe bis zur Fälligkeit hält, man sein Kapital wiederbekommt. Aber ein Anleihenfonds ist keine einzelne Anleihe. Hierbei handelt es sich um ein großes Anleihen-Portfolio mit einem aktiven Manager, der wahrscheinlich Positionen kauft und verkauft.

Wann immer eine Anleihe in diesem Portfolio gekauft oder verkauft wird, könnte das einen Gewinn oder einen Verlust bedeuten.

Während eine Staatsanleihe praktisch das Ausfallrisiko eliminiert, hat der Manager, der Anleihen kauft und verkauft, immer noch mit dem Marktrisiko zu tun. Und dieses Marktrisiko könnte sich in tatsächlichen Gewinnen oder Verlusten niederschlagen, wenn der Manager Positionen aktiv kauft oder verkauft.

Wenn die Zinsen steigen … sollte ich nervös werden?

Als der Aktienmarkt sich in den Jahren 2008/2009 teilweise halbiert hatte, haben viele Menschen sehr viel Geld verloren und es hat 3 – 4 Jahre gedauert, diese Verluste wiedergutzumachen.

Und viele, die Angst vor Aktien haben, haben sich wahrscheinlich fĂĽr Anleihen entschieden, weil sie davon ausgegangen sind, dass sie eine sichere Alternative darstellen. Sie hatten Recht, zumindest solange die Zinsen nicht drastisch ansteigen, was sie noch nicht getan haben.

Ende 2016 hat die US-Notenbank den von ihr direkt kontrollierten Zinssatz, Diskontsatz genannt, um ein Viertel Prozent angehoben. Dies ist das zweite Mal, dass sie den Zinssatz angehoben hat. Das erste Mal war 2015.

Diese lang erwartete Zinserhöhung wird in der Wirtschaft Wellen schlagen und überall zu spüren sein, von Zinsen für Kredite bis zu Anleihekursen. Auch wenn es kein großer Anstieg ist, ist es dennoch ein Schuss vor den Bug für alle, die in langfristige Anleihen oder Anleihenfonds investiert haben.

Zeit, nervös zu werden?

Nein. Weil das Wirtschaftswachstum immer noch überschaubar ist, wird die EZB die Zinsen nicht so schnell erhöhen und einzelne Steigerungen werden sehr wahrscheinlich erst einmal gering sein. Abgesehen davon ändern sich die Marktzinsen ständig.

Nur so viel, wenn die Zinsen erst einmal steigen, dann ist ein Anleihenfonds mit langfristigen Bonds nicht der Ort, an dem man sich befinden möchte.

Was sollte man als Investor tun?

Davon abgesehen, auch wenn die Zinsen in den kommenden Monaten vermutlich nicht stark ansteigen werden, sollte man jetzt den Weg des geringsten Widerstands einschlagen.

Der Zinssatz liegt bei fast Null. Es gibt praktisch langfristig keine andere Möglichkeit, als Zinserhöhungen. Es ist nur eine Frage der Zeit und das sollte dann niemand mehr überraschen.

Das „Spielfeld“ wird sich ändern. Und das bedeutet, dass Sie zwei Optionen haben:  Ihr Portfolio anpassen, oder Ihre Erwartungen.

Wenn Sie besorgt sind, dass steigende Zinsen Ihrem langfristigen Anleihenfonds schaden, dann passen Sie Ihr Portfolio an, indem Sie zu Fonds mit mittel- oder kurzfristigen Anleihen wechseln. Sie werden nicht so viele Zinsen abwerfen, aber wenn die Zinsen schnell steigen, dann ist ein Kapitalerhalt wahrscheinlicher.

Wenn Sie mit Ihrem aktuellen Anlagen-Mix zufrieden sind und Ihr Geld in langfristigen Anleihenfonds halten wollen, dann sollten Sie Ihre Erwartungen anpassen und sich mental auf potenzielle Wertverluste einstellen, falls die Zinsen steigen.

Eine letzte Option ist, Anleihenfonds zu meiden und nur einzelne Anleihen zu kaufen. Dann wissen Sie, dass Sie den Nennwert erhalten, falls Sie Ihre Anleihe bis zur Fälligkeit behalten. Aber der Besitz von einzelnen Anleihen benötigt in der Regel mehr Kapital als der Besitz eines Fonds.

 

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Mein Name ist Thomas Vetter, Honorar-Finanzanlagenberater und Blogger –  „Go-Financial.Net“. Unsere Mission ist einfach: Wir geben unseren Lesern die Informationen und Inspiration, die Sie brauchen um Ihre Schulden zu beseitigen, Ihr Vermögen aufzubauen und Ihre persönlichen Ziele zu erreichen, was auch immer sie sind.

Disclaimer

In unserem Blog geben wir Ihnen Anregungen, Ideen und Tipps + Tricks für den finanziellen Erfolg – und das möglichst verständlich. Alle Angaben sind ohne Gewähr. Der Artikel gibt die Meinung der Verfasser wieder und ist keine Beratung.

Für die zugrunde liegenden Annahmen oder Berechnungen wurde große Sorgfalt angewandt. Sämtliche Daten und Angaben stellen keine rechtlichen Grundlagen dar. Sie dienen lediglich der Visualisierung und Vereinfachung.­  Eine Haftung für die Richtigkeit der Daten und Annahmen bzw. den Artikel insgesamt ist ausgeschlossen. Sie sollten für Ihre Beratung einen Fachberater für Finanzdienstleistungen, einen Steuerberater und/oder den Fachberater Ihrer Hausbank heranziehen, der Sie umfassend über Chancen und Risiken aufklären kann.

Sie wollen finanziell unabhängig werden? – Hier sind all die Tipps, die Sie je brauchen werden…

finanzielle Freiheit
finanzielle Freiheit

Ich bin seit mehr als 35 Jahren im professionellen Vermögensmanagement aktiv.

Während meiner Jahrzehnte im Business habe ich jede erdenkliche Art von finanziellem Ratschlag gehört und viele davon verteilt.

Hier sind die Besten der Besten. Ein paar einfache Sätze, an die Sie sich halten können und die Sie definitiv, auf jeden Fall reicher machen werden.

Geben Sie nie mehr aus, als Sie verdienen – never ever!

Als ich 12 Jahre alt war, fing ich an, Rasen zu mähen, um mir zu meinem mickrigen Taschengeld etwas hinzuzuverdienen. Minuten nachdem ich meine „erste Mark“ verdient hatte, stopfte mein alter Herr mich ins Auto, um mit mir zur Bank zu fahren und mein erstes Sparbuch zu eröffnen.

Ein paar Jahrzehnte später ist es immer noch meine oberste Priorität, von jedem „Gehaltsscheck“ etwas zur Seite zu legen.

Da das Leben ist, wie es ist, hat das natĂĽrlich nicht immer funktioniert.

Aber im Allgemeinen wird man jeden Monat ganz einfach reicher, indem man weniger ausgibt, als man verdient, und man wird ganz einfach ärmer, indem man mehr ausgibt, als man verdient.

Vermeiden Sie Schulden.

Viele Menschen betrachten Schulden als einen normalen Teil ihres Lebens. Sie teilen es in Kategorien auf, wie „gute Schulden“ und „schlechte Schulden“. Als ob es sich um eine Art mathematisches Mysterium handelt.

Schulden sind nicht kompliziert.

Geld zu zahlen, um vorübergehend das Geld anderer Leute zu verwenden, macht einen ärmer.

Geld zu verlangen, um andere Leute vorĂĽbergehend sein eigenes Geld benutzen zu lassen, macht einen reicher.

Da man durch das Zahlen von Zinsen ärmer wird, sollte man dies nur in zwei Situationen tun:

Die erste ist, wenn man es tun muss, um zu „überleben“.

Die zweite, wenn man mehr mit der Sache verdient, die man finanziert, als was man bezahlt, um sie zu finanzieren.

Man sollte nur einen Kredit aufnehmen, wenn es sich letztendlich auch lohnt.

Das riskanteste, was Sie tun können, ist, kein Risiko einzugehen.

Ob es um Geld oder das Leben im Allgemeinen geht, wenn Sie Erfolg haben wollen, mĂĽssen Sie Risiken eingehen.

Wenn es um Geld geht, dann bedeutet Risiko, in Sachen zu investieren, die an Wert verlieren können, wie Aktien, Immobilien oder Ihr eigenes Unternehmen.

Können Sie Ihr Leben führen, ohne Risiken einzugehen? Sicher, aber wie mein alter Herr zu sagen pflegte, man wird nie aus dem Bunker heraus einen Treffer landen.

Wenn Sie 30 Jahre lang 200 Euro pro Monat bei einem Prozentsatz von 2% p.a. sparen, dann werden Sie am Ende etwas weniger als 100.000 Euro haben.

Wenn Sie bei der gleichen Investition 8 % p.a. verdienen, dann werden Sie am Ende fast 300.000 Euro Ihr eigen nennen können.

Ein angemessen hohes Risiko einzugehen, ist der Unterschied zwischen Vermögen und „über die Runden“ kommen.

Nichtsdestotrotz, riskante Wetten einzugehen ist schlicht und einfach ein GlĂĽcksspiel.

Gehen Sie kalkulierte Risiken ein. Minimieren Sie das Risiko, indem Sie sich so gut wie möglich informieren, bevor Sie investieren.

Setzen Sie nicht alles auf eine Karte und lernen Sie aus Ihren Fehlern. Oder noch besser, aus den Fehlern anderer …!

Kaufen Sie Wertpapiere, wenn alle die Nerven verlieren, und verkaufen Sie, wenn alle denken, dass sie nicht verlieren können.

Bei sehr vermögenden Leuten klingelt die Kasse, wenn die Wirtschaft boomt, aber sie haben zum größten Teil ihren Reichtum nicht auf diese Weise erwirtschaftet.

Man wird reicher, indem man investiert, wenn kein anderer es tut: Wenn der Markt stagniert, alle die Nerven verlieren und nichts als Angst und Elend am Horizont zu sehen sind.

Das zyklische Wesen unserer Wirtschaft stellt mehr oder weniger sicher, dass periodisch schlechte Zeiten auftreten, und das menschliche Wesen stellt mehr oder weniger sicher, dass die meisten Leute vor Angst wie gelähmt sind, wenn diese schlechten Zeiten auftreten.

Wenn Sie wirklich denken, dass die Welt kurz vor dem Ende steht, dann kaufen Sie Konserven und andere Vorräte. Wenn nicht, legen Sie eine Schippe drauf!

Machen Sie nie jemand anderen fĂĽr Ihren Misserfolg verantwortlich.

Wenn Sie operiert werden mĂĽssen, dann haben Sie nicht wirklich eine Wahl, Sie mĂĽssen Ihr Schicksal einem Fachmann anvertrauen.

Aber wenn es um Ihr Geld geht, geben Sie niemals die vollständige Kontrolle an jemand anderen ab.

Sich Rat zu holen, ist immer eine gute Idee. Aber egal, wer dieser Berater ist oder wie smart er oder sie ist, Ihr Geld sollte Ihnen wichtiger sein.

Sie sollten zumindest genau verstehen, was vor sich geht!

Sie können entweder reich aussehen oder reich sein, aber Sie werden vermutlich nicht lange genug leben, um beides zu erreichen.

Als ich als Anlageberater und Vermögensmanager in der Bankenwelt gearbeitet habe, habe ich schnell gelernt, dass vermögende Menschen oft nicht danach aussehen.

Sie mĂĽssen es nicht.

Wenn Sie Ihr Geld in Dinge wie Autos, Kleidung, Urlaube und Häuser stecken, die Sie sich nicht leisten können, dann sehen Sie für den Moment gut aus, es wird Sie aber daran hindern, später tatsächlich vermögend zu werden.

Es gibt nur sechs Wege, finanziell unabhängig bzw vermögend zu werden:

Reich einheiraten.

Ein Vermögen erben.

Von einem einzigartigen Talent profitieren.

AuĂźerordentlich viel GlĂĽck haben.

Ein erfolgreiches Unternehmen fĂĽhren oder besitzen.

Weniger ausgeben, als man verdient, und die Ersparnisse ĂĽber einen langen Zeitraum sinnvoll investieren.

Selbst wenn Sie nach einem der ersten fünf Wege streben, machen Sie Gebrauch von der letzten Option, und Sie werden garantiert Ihre finanzielle Freiheit erreichen können.

Zeit ist nicht Geld – Geld ist Zeit.

Wer auch immer gesagt hat: „Zeit ist Geld“ hatte es genau falsch herum verstanden.

Zeit ist die einzige nicht erneuerbare Ressource, die Sie haben. Sobald Ihre Zeit abgelaufen ist, ist sie abgelaufen.

Der Trick liegt also darin, so viel von Ihrer begrenzten Zeit damit zu verbringen, Sachen zu tun, die Sie tun wollen, anstatt Sachen zu tun, die Sie tun mĂĽssen.

Geld ist die Ressource, die Ihnen erlaubt, dies zu tun.

Wenn Sie in die Einkaufspassage gehen und 500 Euro für Kleidung ausgeben, dann sind das 500 Euro, die Sie hätten investieren können. Wenn Sie an diesen 500 Euro 8 % p.a. verdient hätten, dann hätten Sie nach 30 Jahren ca. 5.000 Euro angesammelt.

Wenn man die Inflation nicht berücksichtigt und davon ausgeht, dass man mit 5.000 Euro pro Monat leben könnte, dann bedeutet das, dass Sie einen Monat früher finanziell unabhängig wären, wenn Sie auf diese Kleidung verzichtet hätten.

NatĂĽrlich braucht jeder etwas zum Anziehen. Aber vielleicht brauchen Sie nicht die vollen 500 Euro.

Sie haben die Wahl: teure Sachen heute oder Freizeit morgen.

WofĂĽr werden Sie sich entscheiden?

 

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Warum Aktienkurse fallen könnten und was ich tun kann. Die Bären lauern…

 

Seit Jahresbeginn 2015 fällt der Aktienmarkt kontinuierlich ab. Die Bären lauern….

Wenn Sie Geld im Aktienmarkt investiert haben, könnte es durchaus sein, das Sie nervös werden. Der DAX ist zum Jahresbeginn 2016 um mehr als 15 Prozent gesunken. Das ist der schlechteste Jahresauftakt im Aktienmarkt seit Jahren.

Kommt eine Korrektur?

Gehen wir einen Schritt zurück, um zu schauen, wo wir sind, warum wir hier sind und was als nächstes passieren könnte.

Was geschieht zur Zeit an der Börse?

Was am Jahresanfang an den Aktienmärkten passierte, ist eher als eine Art von Panik zu werten.

So als wenn wir in einem ĂĽberfĂĽllten Theater „Feuer!” hören und die Besucher in panischer Flucht zu den nächsten Ausgängen laufen wĂĽrden. Was im Wall Street Theater ausgerufen wurde, ist jedoch nicht “Feuer”, sondern Worte wie „China”, „Euro-Krise”, “Zusammenbruch der Rohstoffmärkte”, und “Staatsverschuldung”.

Was China betrifft, so gibt es Anzeichen einer Verlangsamung ihrer Wirtschaft, was sich in einem mehr als 20-prozentigen RĂĽckgang der Kurse, den Ihre Börse zum Jahresbeginn hingelegt hat, zeigt. Da die weltweit zweitgrößte Wirtschaft groĂźen Schwierigkeiten gegenĂĽbersteht, könnte der „nicht-so-kleine” Staat China, zum Symptom fĂĽr eine weltweite Rezession werden, die schlieĂźlich auch unsere Aktienmärkte beeinflussen könnte. Insbesondere den deutschen Aktienmarkt als exportabhängige Wirtschaft mit einem hohen Engagement in China.

Der Ă–lpreis war im freien Fall. Auch fiel der Preis fĂĽr Natural Gas in den USA auf den niedrigsten Stand seit Jahrzehnten. Sie haben richtig gelesen. Die Preise fĂĽr Natural Gas sind in den USA auf einem historischen Tief. Schade nur, dass ich als Verbraucher in Deutschland nichts davon mitbekomme. Oder hat Ihr Gasversorger in letzter Zeit die Preise gesenkt?

Insgesamt verbleibt mehr Geld in den Taschen der Verbraucher – mehr Geld zum Ausgeben.

Die niedrigen Ölpreise helfen einerseits den Verbrauchern, jedoch ist anderseits das Szenario nicht so rosig, wie man erst einmal glauben möchte. Niedrige Rohstoffpreise sind auch ein Zeichen von Überangebot, was wiederum der Vorbote einer stockenden Wirtschaft sein könnte.

Kurz gesagt, die Welt ist zu einem noch furchterregenderem Ort geworden, als sie es noch vor wenigen Monaten war. Es gibt durchaus gute GrĂĽnde fĂĽr sinkende Aktienkurse.

Was sollte man tun?

Die einzige vernünftig erscheinende Möglichkeit, während einer Panik am Markt zu agieren, ist nicht zu agieren.

Eine Panik ist per Definition irrational, so dass rationales Denken nicht funktioniert. Das, was man an dieser Stelle am besten tun kann, ist zu warten bis sich der „Rauch” gelegt hat.

Falls die Aktien radikal überbewertet wären, würde die Situation sicherlich schon viel schlimmer sein.

Die niedrigen Zinsen unterstützen die Aktienmärkte ebenfalls. Sie werden wahrscheinlich auch weiterhin niedrig bleiben. Es gibt momentan kaum andere Optionen als sein Geld in Aktien anzulegen.

Es ist aber auch nicht die Zeit sein Engagement am Aktienmarkt auszubauen.

Wie ein altes Wall Street Sprichwort sagt: “Versuchen Sie nicht in ein fallendes Messer zu greifen.” Lassen Sie einer Korrektur ihren Lauf.

Außer, Sie haben mehr Geld in Aktien investiert als Sie investieren sollten, halten zu riskante Aktienwerte oder sind zu kurzfristig orientiert, würde ich eher dazu tendieren die Zähne zusammenzubeißen und erst einmal nichts zu ändern. Zumindest für den Moment.

Anstatt mein Portfolio zu reduzieren, wenn die Zeiten härter werden, kann ich stattdessen auch meine Erwartungen reduzieren.

Man kann aber auch einen Teil seiner Positionen abstoĂźen und Gewinne, auf einem aus heutiger Sicht hohen Kursniveau, realisieren. Damit wird das Risiko der Investments verringert und Cash fĂĽr einen erneuten Einstieg zu gĂĽnstigeren Kursen aufgebaut.

Der Silberstreif am Horizont

Es gibt keine todsicheren Investments, die garantiert Gewinne erzielen können. Aber es gibt eins, das dem sehr nahe kommt.

Das nennt man Durchschnittskosten oder neudeutsch „cost-average”.

Die Durchschnittskosten beziehen sich auf das Investieren eines festen Geldbetrages in regelmäßigen Abständen. Es funktioniert, weil Sie mehr Aktien kaufen, wenn sie billig sind und weniger, wenn sie es nicht sind. Solange Aktien nicht dauerhaft sinken, wird dieses System im Laufe der Zeit immer Gewinne abwerfen. Der Punkt ist, wenn Sie monatlich gleichbleibende Beträge im Aktienmarkt investieren und dazu die Marktpreise fallen, dann kaufen Sie sich Ihr Engagement im Ausverkauf. Das ist keine schlechte Sache!

Schlussfolgerung

Wenn nicht gerade Ihr Notgroschen dem Aktienmarkt ausgesetzt ist, gibt es wenig, was Sie zur Zeit tun können.

Aber es gibt etwas, was der langfristig orientierte Anleger nicht tun sollte: unüberlegt Aktienpositionen kaufen oder verkaufen. Das könnte sich später als ungünstiger Zeitpunkt erweisen.

 

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Ich habe 35 Jahre in der Vermögensberatung von Kunden bei großen deutschen Banken und Sparkassen gewirkt. Ich kenne also die Bankenwelt sehr genau von innen !

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Thomas Vetter

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