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Es gibt keine todsicheren Investments, die garantiert Gewinne erzielen können. Aber es gibt eins, das dem sehr nahe kommt.

Das nennt man Durchschnittskosten oder neudeutsch „cost-average”.
Die Durchschnittskosten beziehen sich auf das Investieren eines festen Geldbetrages in regelmäßigen Abständen z.B. in Aktien.

Es funktioniert, weil Sie mehr Aktien kaufen, wenn sie billig sind und weniger, wenn sie es nicht sind. Solange Aktien nicht dauerhaft sinken, wird dieses System im Laufe der Zeit immer Gewinne abwerfen.

Der Punkt ist, wenn Sie monatlich gleichbleibende Beträge im Aktienmarkt investieren und dazu die Marktpreise fallen, dann kaufen Sie sich Ihr Engagement im Ausverkauf.

Das ist keine schlechte Sache!

Wie funktioniert „Cost-Averaging” ?

Wenn Sie Interesse an einer einfachen Anlagestrategie haben, sollten Sie die sogenannte „Cost-Average“ Anlagestrategie in Betracht ziehen.

„Cost-Averaging“(Durchschnittskosten) ist eine Anlagetechnik, bei der man regelmäßig mit einen festgelegten Geldbetrag eine bestimmte Anlage wie z.B. Aktien kauft, unabhängig vom jeweils aktuellen Aktienkurs.

Mit einem festen Betrag werden jeden Monat Aktien zu den jeweils aktuellen Kursen gekauft. Wenn die Aktienkurse fallen, wird mit dem festen Betrag eine höhere Anzahl von Aktien gekauft; wenn die Preise steigen, werden mit dem festen Betrag weniger Aktien erworben.

Der Anleger kauft also mehr Aktien, wenn die Preise niedrig sind, und weniger, wenn sie hoch sind.

Damit „Cost-Averaging“ effektiv funktioniert, müssen Sie möglichst über einen längeren Zeitraum regelmäßig investieren, unabhängig von schwankenden Kursen.

Je nachdem, welche Anlageziele und welches Risikoprofil ein Anleger hat, können die monatlichen Beiträge auch in ein gemischtes Portfolio aus Investmentfonds, börsengehandelte Fonds (ETFs) und/oder Einzelaktien investiert werden.

„Cost-Averaging“ hilft dabei, die Ungewissheit bezüglich des richtigen Zeitpunkts für eine Investition zu eliminieren.

„Cost–averaging“ – in der Praxis…

Sie könnten sich beispielsweise dafür entscheiden, jeden Monat € 100.– oder mehr zu investieren.

Unabhängig davon, ob der Markt sich gut oder schlecht entwickelt, investieren Sie weiterhin jeden Monat zur gleichen Zeit € 100.–.

Ihre Investitionen laufen somit per „Autopilot“, so dass Sie keine Entscheidungen über das Timing ihrer Investitionen treffen müssen.

Die Idee dahinter ist, fortlaufend zu investieren und Marktschwankungen zu nutzen, um den Preis, den Sie für die gekauften Aktien bezahlen, zu „mitteln“.

Mit dieser Methode können Sie praktisch mehr Aktien kaufen, wenn die Kurse niedrig sind und weniger, wenn die Aktienkurse hoch sind.

Warum „Cost-Averaging“ gut mit börsengehandelten Fonds (ETFs) funktioniert.

Die Gebühren, die Investmentfonds-Anleger für die Investition in einen herkömmlichen Investmentfonds zahlen müssen, ist ein fester Prozentsatz des investierten Betrags, auch „Ausgabeaufschlag“ genannt.

Bei den ETF`s (exchange traded funds) gibt es keine Ausgabeaufschläge, sondern nur die normalen Orderkosten wie beim Kauf von Einzelaktien.

Bei den meisten Direktbanken können sogar „ETF“-Sparpläne ohne Ordergebühren eröffnet werden. Ein nahezu ideales Vehikel für „Cost-average“ Strategien.

Beispiel:
Wenn Sie z.B. € 100.—jeden Monat in einen herkömmlichen Investment-fonds mit einem Ausgabeaufschlag in Höhe von 5 % investieren, zahlen Sie € 5.– für jede Transaktion.
Wenn Sie € 100.—jeden Monat in Einzelaktien investieren und Ihre Bank z.B. eine Mindestgebühr in Höhe von € 10.– pro Order berechnet, zahlen Sie eben € 10.–. Das wären 100 % mehr an Gebühren, als Ihre Investition in einen klassischen Fonds.
Bei ETF Sparplänen über Direktbanken fallen oftmals überhaupt keine Ordergebühren an.

Das obige Beispiel zeigt auch, dass Sie bei Einzelaktien höhere Beträge investieren sollten, um den Prozentsatz für Kommissionen nach unten zu drücken.

Der provisionsfreie Kauf von ETF´S (exchange traded funds) in Verbindung mit niedrigen Anlagebeträgen machen es fast jedem möglich sehr kostengünstig ein breit gestreutes Portfolio aufzubauen.

All dies ermöglicht Geringverdienern und jungen Investoren mit knappen Budgets, regelmäßig z.B. € 25.– oder einen anderen Nominalbetrag zu investieren, ohne sich über die Auswirkungen der Handelskosten Sorgen machen zu müssen.

„Cost-Averaging“ auch für große Investitionen.

„Cost-Averaging“ mit Investmentfonds ist natürlich keine Strategie, die nur für die weniger Wohlhabenden attraktiv ist.

Wenn Sie einen großen Geldbetrag haben und alles auf einmal investieren, gehen Sie das Risiko ein, dass ein Teil Ihres Portfolios schrumpfenden Finanzmärkten zum Opfer fallen könnte.

„Cost-Averaging“ ist eine gute Lösung für dieses Dilemma.

Um eine langfristige Strategie für die Anlage großer Geldsummen zu ermöglichen, bieten viele Banken Anlegern die Möglichkeit, einen Einmalbetrag auf ein Geldmarktkonto einzuzahlen, von dem vorbestimmte Beträge in festgelegten Intervallen automatisch investiert werden können.

Dies ist eine praktische und kosteneffiziente Lösung, mit der man Bedenken darüber, große Geldmengen zur falschen Zeit zu investieren, zerstreuen kann.

Eine langfristige Strategie.

„Cost-Averaging“ ist eine langfristige Strategie, unabhängig von der Menge an Geld, die Sie investieren können.

Auch wenn die Finanzmärkte sich in einem ständigen Wandel befinden, tendieren sie dazu, sich über längere Zeiträume in die gleiche allgemeine Richtung zu bewegen.

Bären- und Bullenmärkte können Monate, wenn nicht sogar Jahre, dauern. Aufgrund dieser Trends ist „Cost-Averaging“ keine kurzfristige Strategie.

Schauen wir uns zum Beispiel einen Anleger an, der im Laufe eines Monats fünf mal Einzelaktien eines Unternehmens ordert.

Auch wenn es unwahrscheinlich ist, dass der Kaufpreis der Aktien bei jeder Transaktion identisch sein wird, ist es auch unwahrscheinlich, dass die Preise sich innerhalb eines so kurzen Zeitraums wesentlich voneinander unterscheiden.

Andererseits dürfte sich der Kurs eines bestimmten Wertpapiers im Laufe eines fünf bis zehn Jahre dauernden Marktzyklus einschließlich eines Bullen- und eines Bärenmarkts erheblich verändern.

Fallstricke

Es gibt auch einige mögliche Fallstricke, die man beachten sollte.

„Cost-Averaging“ erfordert, dass Sie diszipliniert bleiben und regelmäßig investieren, auch bei einem schrumpfenden Markt, was Ihre Standhaftigkeit als Anleger und eventuell Ihre finanziellen Ressourcen auf die Probe stellen kann.

Denken Sie auch daran: „Cost-Averaging“ garantiert keinen Gewinn und schützt bei schrumpfenden Märkten nicht vor Verlusten.

Das Fazit

Die Wahl von „Cost-Averaging“ als Anlagestrategie hängt von Ihren Motiven ab.

Der passive Investitionsaspekt des „Cost-Averaging“ ist besonders attraktiv. Sie können Ihre Investitionen auf „Autopilot“ stellen.

Stellen Sie sich ein Portfolio zusammen, mit dem Sie sich wohl fühlen, und investieren Sie monatlich oder vierteljährlich immer den gleichen Geldbetrag.

Wenn Sie konservativ investieren möchten, dann könnte eine „Cost-Averaging“ Strategie Ihnen möglicherweise den Vorteil bieten, den Sie brauchen, um Ihre langfristigen Ziele zu erreichen.

Wenn Sie ambitioniert genug sind, jedes Quartal noch etwas aktiver zu werden und etwas mehr Zeit zu investieren, dann ist die „Value-Averaging“-Methode eine Strategie, die immer mehr an Beliebtheit gewinnt. Sie zielt darauf ab, noch etwas mehr zu investieren, wenn der Aktienkurs fällt, und noch weniger, wenn der Aktienkurs steigt.

„Value-averaging“ als Strategie ist mein persönlicher Favorit. Wir werden diese Strategie in einem gesonderten Artikel vorstellen und genauer erläutern.

 

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