Als ich diese Woche mit dem Auto unterwegs war, habe ich realisiert, dass ich mich seit über 35 Jahren in einer kundenorientierten Beraterfunktion befinde. Unglaublich…

Als ich nach meinem Studium einen Job in einer Bank annahm, war ich mir keineswegs bewusst in was für eine komplexe Welt ich da gerate.

Ich wage zu behaupten, dass ich seither ein paar Dinge gelernt habe, und ich denke das sollte ich mit Ihnen teilen.

Liquidität an erster Stelle

Sollten Sie diesen Artikel nicht bis zum Ende lesen, dann nehmen Sie folgendes mit:

Liquidität ist entscheidend !

Es ist wichtig für Sie persönlich, und es ist auch wichtig für Ihre Investitionen. Sie müssen liquide sein. Das bedeutet, dass Sie immer etwas Geld „flüssig“ haben sollten. Keine „Bargeldalternativen“ wie variable Zinsanleihen, Geldmarktfonds oder was sonst noch so Ihre Bank Ihnen verkauft hat – sondern tatsächliches Geld auf dem Konto.

Es soll Ihnen helfen in der Nacht in aller Ruhe zu schlafen, und es sollte ungeachtet des wirtschaftlichen Umfelds für Sie da sein. Es handelt sich um Geld mit dem Sie kein Risiko eingehen und somit verzichten Sie in der Regel auf etwas Rendite.

Auf keinen Fall sollte man in eine Situation geraten in der man langfristige Investments verkaufen muss, weil man dringend Geld benötigt und keine liquiden Mittel zur Verfügung hat.

Ich bin der Meinung hier gibt es keine typischen Vorgaben, wieviel liquide Mittel im Verhältnis zu Ihren Investments Sie benötigen. Das hängt eher von Ihrer persönlichen Situation ab.

Liquide Investments vor Illiquiden

Sie sollten sich zuerst auf echte, verfügbare und öffentlich gehandelte Investments (Aktien, Anleihen, Fonds…) konzentrieren, bevor Sie an Dingen tüfteln, die Sie nicht schnell veräußern können. Seien Sie vorsichtig bei allen illiquide Finanzanlagen, die durch Dritte an Sie herangetragen werden um Ihre Aufmerksamkeit zu triggern.

Wenn ein Finanzanlagenvermittler oder Bänker Ihnen z.B. von einem großartigen geschlossenen Fond mit hohen Erträgen erzählt, aber ohne einen funktionierenden Zweitmarkt, dann sollten Sie „das Weite“ suchen.

Attraktive und werthaltige Investitionen besitzen immer einen funktionierenden Handelsplatz bzw. Markt. Ihre Investments sollten ebenfalls einen liquiden Markt haben!

Seien Sie skeptisch… Lernen Sie „Nein“ zu sagen

Eine der besten Lektionen, die ich von meinem ersten Chef gelernt habe: „Suche immer erst einmal nach einem Grund um ‚Nein‘ zu sagen.“ Sie müssen nicht zu jeder Investition ‚Ja‘ sagen! Sie werden nicht gezwungen etwas zu tun. Nähern Sie sich jeder Investition mit einer gesunden Portion Skepsis und erkennen Sie Verkaufstaktiken.

Seien Sie skeptisch bezüglich dem sogenannten „backtesting“.  Das ist ein Blick in die Vergangenheit und wie sich solch ein Investment entwickelt hätte (da fällt mir das Zitat des Kandidaten Herrn Steinbrück für das Bundeskanzleramt im Jahre 2013 ein: „Hätte, Hätte, Fahrradkette!“).

Achten Sie ganz genau auf die ausgewählten Zeitperioden, wenn es um die angebliche Performance geht. Wie sieht es bei anderen Zeitperioden aus?

Sie sollten sich auch immer fragen, was hätte schief laufen können.

Doch hören Sie zu…

Sie sind nicht die klügste Person auf dieser Welt. Die Welt ist voller Menschen mit besseren Ideen, mehr Erfahrungen, tieferen Einblicken und besseren Perspektiven als Sie sie haben können.

Hören Sie ihnen zu. Stellen Sie unbedingt kritische Fragen und versichern Sie sich, dass Sie so viel wie möglich verstanden haben.

Diskutieren Sie mit Ihrem Gegenüber, aber debattieren sollten Sie nicht. Auseinandersetzungen sind da sinnlos.

Niemand weiß was die Zukunft bringt                 

Viele Anleger sind auf der Suche nach einer Antwort aus der neusten Vergangenheit und warum und wie die Zukunft sich zeigen wird.

Wir lieben Vorhersagen. Händler, Berater, Ökonomen, Experten, Journalisten, Portfolio Manager – jeder hat etwas zu dem Thema zu sagen, was als nächstes kommt, und doch kann niemand in die Zukunft schauen.

Im Rückblick gibt es immer jemanden der Recht hatte. Wenn Sie ein Jahrzehnt lang jedes Jahr eine Baisse vorhersagen, dann werden Sie zumindest einmal richtig liegen. Vielleicht zweimal!

Je mehr Ihre Investitionen auf solche Vorhersagen basieren, desto unwahrscheinlicher werden Sie damit Erfolg haben.

Glauben Sie nicht, dass Sie wissen was als nächstes kommt. Die vielen Berater, Journalisten und Ökonomen wissen es letztendlich auch nicht.

 

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Mein Name ist Thomas Vetter, Honorar-Finanzanlagenberater und Blogger –  „Go-Financial.Net“. Unsere Mission ist einfach: Wir geben unseren Lesern die Informationen und Inspiration, die Sie brauchen um Ihre Schulden zu beseitigen, Ihr Vermögen aufzubauen und Ihre persönlichen Ziele zu erreichen, was auch immer sie sind.

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