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Die eigene Versorgung zu planen, die bis ins hohe Alter von 80, 90 oder 100 Jahren reichen soll, kann eine gewaltige Herausforderung sein.

Ein paar grundlegenden Regeln können Ihnen dabei helfen, Klarheit zu schaffen.

Das Gute daran, in der heutigen Zeit zu leben, ist, dass wir länger leben. Das Schlechte daran: dass wir länger leben!

Vor noch nicht allzu langer Zeit sind Arbeitnehmer im Alter von 60 bis 65 Jahren in Rente gegangen, haben noch ein paar Jahre gelebt und sind dann verstorben. Die Lebenserwartung für Männer und Frauen in den 70`er Jahren lag beispielsweise bei knapp unter 76 Jahren. Die Rentenvorsorge musste also bei den meisten Menschen nicht bis zum Alter von 90 oder 100 Jahren reichen.

Heutzutage spielen diejenigen, die sich irgendwann dem Ruhestand nähern, ein ganz neues Spiel!

Da die tatsächliche Lebenserwartung unsicher ist, und die Vorhersage von Bedürfnissen schwierig, haben wir ein paar einfache Methoden zusammengestellt, mit deren Hilfe Sie herausfinden können, wann Sie sich bedenkenlos in den Ruhestand verabschieden können.

Hier sind ein paar grundlegende Faustregeln, um Ihnen bei Ihrer Planung für Ihre finanzielle Freiheit, auch von vielen als “Ruhestand“ oder “Altersvorsorge“ benannt, zu helfen.

Lassen Sie Ihre Ersparnisse wachsen

Wenn man seine Rücklagen für die Rente in einem Spar- oder Geldmarktkonto bunkert, dann setzt man sich nicht den Risiken der Börse aus.

Aber man setzt sich einem anderen Risiko aus: der Inflation oder Geldentwertung!

Während Ihre Ausgaben weiter zunehmen, tut Ihr Geld das nicht. Die Inflation von 2001 bis heute war pro Jahr nicht sehr hoch, aber im Verlauf dieser 16 Jahre sind die Preise im Durchschnitt um ca. 30 Prozent gestiegen.

Zumindest ein Teil Ihres Geldes sollte Geld verdienen – an der Börse oder beispielsweise durch Investitionen in Immobilien. Andernfalls wird es an Wert verlieren!

Sie wissen nicht genau, wie Sie Ihre liquiden Vermögenswerte auf Aktien und Anleihen aufteilen sollen?

Eine bewährte Formel ist, “100 minus Ihr Alter” zu rechnen.

Wenn Sie beispielsweise 50 Jahre alt sind, dann sollten Sie 50 Prozent Ihrer Ersparnisse langfristig in Aktien investieren z. B. in einen ETF/Aktienindexfonds (diese sind preiswerter als verwaltete Fonds und erzielen langfristig in der Regel gleich gute oder sogar bessere Ergebnisse).

Teilen Sie die restlichen 50 Prozent auf Anleihen und sonstige Barmitteläquivalente auf.

Wenn Sie 65 Jahre alt sind, dann könnten Sie noch ca. 35 Prozent in Aktien investieren und den Rest auf Anleihen und Bargeld aufteilen.

Es gibt allerdings auch starke Argumente dafür, dass diese Formel zu konservativ ist, da wir heutzutage länger leben. Man sollte dementsprechend sogar einen noch größeren Anteil der Ersparnisse in Aktien investieren, da sie für weitere 20 oder 30 Jahre Einkommen generieren sollen.

Vergleichen Sie Ihre festen Ausgaben mit Ihrer Rente

Hier ist eine einfache Methode, um sicherzustellen, dass Sie die Minimalvoraussetzungen für Ihre finanzielle Freiheit erfüllen.

Erstellen Sie eine Liste mit Ihren Ausgaben. Addieren Sie Ihre festen monatlichen Kosten, also das, was Sie jeden Monat abdecken müssen, einschließlich Miete oder Hypothekenzahlungen, Heizung, Nebenkosten, Lebensmittel und Pkw und……..

Das verrät Ihnen ungefähr, wie viel Geld Sie mindestens brauchen, um über die Runden zu kommen. Denken Sie aber auch daran, dass die Kosten steigen werden, es ist also eine gute Idee, den Betrag etwas aufzupolstern.

Finden Sie heraus, was Ihr Mindesteinkommen sein wird, wenn Sie kein aktives Einkommen mehr haben. Sehen Sie sich Ihre jährliche Rentenschätzung der BFA an, um herauszufinden, wie viel Rente Sie jeden Monat vom Staat bekommen sollen, je nachdem, ab welchem Alter Sie die Leistungen beziehen.

Wenn Ihre festen Ausgaben von Ihrer monatlichen Rente und anderen garantierten Einkommensquellen, wie beispielsweise eine Betriebsrente oder Mieten aus vermieteten Immobilien, abgedeckt werden, dann haben Sie die Gewissheit, dass für alles Grundlegende gesorgt ist, selbst wenn Sie keine anderen Einkommensquellen haben sollten.

Wenn nicht – oder falls Sie sich nicht sicher sind – dann reduzieren Sie Ihre Ausgaben oder arbeiten Sie so lange, bis Sie das benötigte Einkommensniveau erreicht haben.

Verwenden Sie Ihre Ersparnisse für optionale Ausgaben

Wenn Sie wissen, dass alles Wesentliche von Ihrem garantierten Einkommen abgedeckt wird, dann können Sie variable – und mehr optionale – Ausgaben mithilfe Ihrer Ersparnisse und/oder unerwarteter Geldsegen abdecken – zum Beispiel mithilfe einer fälligen Lebensversicherung, einer Erbschaft, oder durch den Verkauf eines Unternehmens oder einer Immobilie.

Dinge wie Theatertickets, Geschenke für die Enkelkinder, Restaurantbesuche und Reisen, sollten aus diesem nicht festen Einkommen bezahlt werden.

Sie sollten sich darauf vorbereiten, Ihre optionalen Ausgaben zu reduzieren, falls ihr variables Einkommen sinkt.

Eine Strategie:

Wenn Sie in einer teuren Gegend wohnen, dann haben Sie Glück – mehr oder weniger! Sie können in eine weniger teure Region ziehen, um günstiger zu leben.

Sie fragen sich, wohin? Allgemein gesagt, weg von den Küsten und raus aus den Zentren teurer Großstädte.

Wenn Sie ein Kosmopolit sind könnten Sie in Betracht ziehen, Ihr Leben in Europas Süden oder anderen günstigeren Ländern zu geniessen.

Verlassen Sie sich nicht zu sehr auf die Planung Ihrer Altersvorsorge

Eine Software für die Berechnung der Altersvorsorge zu benutzen macht Spaß, zumindest manchen Finanzberatern.

Sie verleiht einem das Gefühl, dass man die Kontrolle über ein komplexes Problem hat, während man mit Zahlen jongliert und „was wäre wenn“ Szenarien durchspielt.

Diese Rechner, die von Finanzplanern genutzt werden, sind oft Vertriebs-Werkzeuge, die verwendet werden, um Leute zum Kauf gesponserter Produkte zu bewegen.

Abgesehen davon verleihen sie einem ein falsches Gefühl der Sicherheit, wenn man sie nicht als nur ein Werkzeug von vielen versteht.

Behalten Sie das Ziel im Blick

Die Planung der eigenen Versorgung ist keine einmalige Angelegenheit. Stellen Sie regelmäßig Berechnungen und Planungen an, um Ihre Ersparnisse weiter aufzubauen und Ihre Ausgaben für den Ruhestand zu senken, falls das notwendig wird.

Ein Hinweis:

Das soll nicht heißen, dass Sie sich andauernd Sorgen um Ihre Renditen machen und täglich die Investmentmärkte beobachten sollten.

Wenn Sie dazu neigen, sich zu viele Sorgen um Ihre Investitionen zu machen, dann suchen Sie sich einen vertrauenswürdigen Berater, der Ihnen bei Ihren Entscheidungen helfen kann.

Hier ist das Überraschende:

Der Ruhestand ist kein Ereignis, nur eine Umstellung.

Bis ins hohe Alter werden Sie weiterhin viele Jahre lang Ihr Geld verwalten, Einkommen generieren, Ihre Ausgaben berechnen und eventuell ein Auge auf Kosteneinsparungen haben müssen.

 

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Mein Name ist Thomas Vetter, Honorar-Finanzanlagenberater und Blogger –  „Go-Financial.Net“. Unsere Mission ist einfach: Wir geben unseren Lesern die Informationen und Inspiration, die Sie brauchen um Ihre Schulden zu beseitigen, Ihr Vermögen aufzubauen und Ihre persönlichen Ziele zu erreichen, was auch immer sie sind.

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